Ich bin stumm...

 

Ich bin stumm und verstumme. Ich bieg mich krumm und summe. Ich summiere wie oft ich mich geniere, für alles was ich bin und wie sehr ich dich will und wie schwer ich dicht bin und wie oft ich tief fiel und vielleicht wirst du sagen es reicht.

 

Doch wir zwei waren keinerlei Lebensbrei wir waren einfach nur frei und ungeniert undefiniert, sind einfach nur geirrt und waren zwei Seelen die sich einfach bloß verstehen. Und mit dem Wind wippen während sie an Liebe nippen und in der Schwebe ersticken.

 

Und wir zählen bis drei und dann tauchen wir unter, schließen die Augen und werden nicht munter. Denn womöglich ist es doch noch möglich einen Platz zu finden. Einen Ort an dem ich leben kann. Mit all meinen Tatendrang und Überschwang, wo ich mit einer Überschwänglichkeit nicht überschwab und mit meiner Aufdringlichkeit nicht drüberkip. Mit meiner Heiterkeit nicht die Vernunft erstick und mit meinem Kopf nicht gegen den Rhythmus kick. Und Stunde um Stunde vergeht, während die Zeit mich totschlägt. Denn manchmal ist es bloß das nervöse Zucken, was mich an die Muskeln meines Mundes erinnert.

 

Während ihr da sitzt in eurer schwarz weiß gestrichenen Gedankenwelt. Schwarz und weiß gestrichen, wie ein Schachbrett von Existenz und Utopien. Auf eurem stolzen Alltagsthron, wo Träume ehrfürchtig hinauf blicken und in einem Feuer der Realität ersticken. Gebt euch mit seichten Gewässern zufrieden, während ich nach dem Meer suche und nach mehr. Nach den grauen Grenzen, nach irgendwas Tatsächlichem, zwischen Herzblut und Vernünftigen.

Weil, ja meine Vernunft ist ein Gerippe. So hager und so klar. So mager und doch noch da. Und irgendwann möchte ich mein Leben an den Händen halten und in eine schöne Ecke stellen, mich dazugesellen und sagen

 

„Ich bin Kunst! Ich bin ein Stillleben. Weil ich bin still und ich lebe.“

 

Weil ich liebe weil ich bebe. Weil ich über meine Grenzen gehe und mich selbst nicht ganz verstehe. Weil ich meine Rahmen sprenge und mich nicht einenge. Weil ich bin eins und nicht einsam, ich bin mit mir gemeinsam und mein ganzer Kreis. Kein halber Kreis oder ein Mond. Und nichts von mir bleibt hier verschont, denn es gibt nichts mehr hier wozu es sich lohnt. Und ich kann stehen. Ich kann nun weiter sehen und mich selbst verstehen. Ich kann weiter gehen ohne mich umzudrehen. Ich bin ein fangender Träumesucher, ein taumelnder Weltenbesucher. An der Kippe des Vernunftgerippe.

 

Und weißt du was ich dann noch gerne wäre? Ein bisschen anders. Ich würd gern sagen „Ich kann das!“ Ich wär gern mehr wie du, und ein bisschen mehr lebendiger. Ich wär gern viel mehr mutiger und ein bisschen weniger müde. Ich würd gern so viel Lust verspüren und alle Utopien zum Leben erwecken.

 

Ich würd gern so nach Hause kommen wie du.